Fermentation

Bis ein Tabakblatt für eine kubanische Zigarre verwendet werden kann, vergehen nach der Ernte Monate bis zu mehreren Jahren. Nach einer 25- bis 50-tägigen Lufttrocknung beginnt bei den Deckblättern der circa 30-tägige Prozess der Fermentation.

Die Umblätter und die Einlage werden einer zweiten Fermentation unterzogen, welche 45 bis 90 Tage dauert. Obere Tabakblätter werden länger fermentiert und haben letztendlich ein stärkeres Aroma. Die anschließende Reifelagerung dauert zwischen neuen Monaten (untere, mildere Blätter) und zwei Jahren (obere, aromatisch stark würzige Tabakblätter).

Die Fermentation ist entscheidend für die Qualität der Zigarre. Sie verringert den Säure-, Teer- und Nikotingehalt der Tabakblätter und setzt eine Vielzahl an Aromen frei. Der Fermentationsprozess geschieht auf natürliche Art indem mehrere Tabakblätter aufeinander gelegt werden und man die Stapel mit Stofftüchern abdeckt. Der biologische Prozess ist derselbe wie beim Kompostieren im Garten. Feuchtigkeit und Druck durch die aufeinander gelegten Blätter erzeugen Wärme. Diese darf jedoch 45 Grad Celsius nicht überschreiten.

Danach werden die Blätter sortiert. Nach Farbe, Größe und geschmacklichen Eigenschaften. Das Sortieren des kubanischen Tabaks gilt als das gewissenhafteste der Welt. Anschließend entnimmt man den Blättern das Gerippe.

Die zweite Fermentation findet unter größerem Druck statt. Durch das Befeuchten beim Entrippen sind die Blätter hierbei noch nass. Die Tabakblätter der Cohiba Zigarren unterzieht man sogar einer dritten Fermentation.

   

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